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Klimaschutzkonzept für den Landkreis Weilheim-Schongau Den zwei dringlichsten Problemen der Energieversorgung möchte sich der Landkreis Weilheim-Schongau aktiv stellen: Dem Ausstoß von klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen und der Abhängigkeit von Energielieferungen aus dem Ausland. Hierzu wurde vom Kreistag im Juli 2007 einstimmig eine Resolution verabschiedet, dass der Landkreis seine CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 um mindestens 40% gegenüber dem Wert von 1990 reduzieren will. Damit schließt er sich als Landkreis dem deutschen Reduktionsziel von ebenfalls 40% bis zum Jahr 2020 an. Die Hauptursache für die Emission von Treibhausgasen ist die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas. Wenn es gelingt die Emissionen in den nächsten 10 Jahren um 40% zu reduzieren, dann reduzieren sich auch die jährlichen Ausgaben der Bürgerinnen und Bürger des Landkreises - derzeit mehr als 60 Millionen Euro für Energielieferungen aus dem Ausland - um einen signifikanten Betrag. Ziel ist es dieses Geld zu behalten und so zu investieren, dass lokal Arbeitsplätze entstehen und gleichzeitig die Energieversorgung sauberer, sicherer und damit auch nachhaltiger wird, damit auch spätere Generationen in unserem schönen Landkreis ihr Auskommen finden. Damit sinkt auch unsere zunehmende Abhängigkeit vom weltweiten Konkurrenzkampf um Energierohstoffe. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Wir werden dieses Ziel nur erreichen, wenn wir alle mitarbeiten und wenn wir es nicht als Belastung verstehen, sondern als eine offensive Aufgabe begreifen, die uns für die Zukunft wettbewerbsfähig macht. Vor diesem Hintergrund hat der Kreistag am 17.Oktober 2008 beschlossen, ein Klima- und Energiegutachten in Auftrag zu geben und erhält dafür eine unterstützende Förderung vom Bundesumweltministerium. Das Gutachten gliedert sich in drei Abschnitte:
Die Bestandsaufnahme soll eine möglichst genaue Analyse der heutigen Situation ergeben. Wie viel Energie wird wofür verbraucht, wie hoch ist der Energiebedarf für Haushalte, Industrie, Gewerbe, Mobilität. Weiterhin soll möglichst umfassend der bauliche Zustand von Gebäuden ermittelt werden um sie vergleichen zu können und um Einsparpotenziale identifizieren zu können. Hierfür ist die rege Beteiligung der Bürger und der ansässigen Industrie- und Gewerbebetriebe an der Fragebogenaktion notwendig und wünschenswert. In der Potenzialanalyse wird einerseits ermittelt wie viel Energie sich im Landkreis, ohne Verslust an Lebensqualität, durch die Verwendung effizienter Technik einsparen ließe und andererseits wie viel sich durch den Zubau erneuerbarer Energien lokal erzeugen ließe. Dies könnte etwa durch Biogas, Biomasse, Geothermie und Solarenergie geschehen. Das wünschenswerte Ziel ist es natürlich langfristig möglichst den gesamten Energiebedarf selbst zu erzeugen. Daraus abgeleitet wird der dritte Schritt des Gutachtens, der Maßnahmenkatalog. Hierin werden aus den Daten der Bestandsaufnahme und der existierenden Potenziale konkrete Handlungsempfehlungen und Einzelmaßnahmen abgeleitet und beschrieben. Diese werden dann in den kommenden 10 Jahren so umgesetzt, dass unser Landkreis die Mindestziele der Bundesregierung für 2020 erreichen kann. Unser Ehrgeiz ist es natürlich mehr zu tun damit Weilheim-Schongau noch ein bisschen unabhängiger von fossilen Energieträgern wird. Das Landratsamt wird diese Untersuchung mit einer Vortragsreihe zu Themen rund um Energieeinsparung und Erneuerbare Energien begleiten. Diese Vortragsreihe wird von der Stabsstelle Wirtschaftsförderung organisiert und durchgeführt. Entsprechende Informationen zu den Vortragsthemen und –terminen erhalten Sie beim Landratsamt bzw. auch auf dieser Webseite. Jeder kann Mithelfen Weilheim-Schongau in Richtung "klimafreundlich" zu steuern. Ein erster wichtiger Schritt ist das Ausfüllen des Fragebogens auf dieser Webseite. Außer ein wenig Zeit kostet die Teilnahme nichts und je mehr daran teilnehmen desto belastbarer werden die Ergebnisse. Damit steigen auch die Chancen die anspruchsvollen Ziele zu erreichen und sich als Landkreis im Jahr 2020 klimafreundlich, innovativ und Wettbewerbsfähig präsentieren zu können. Gleichzeitig werden wir damit unserer Verpflichtung gerecht unseren Kindern und den kommenden Generationen eine nachhaltige Lebensgrundlage zu hinterlassen. |
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